Shikoku Reise Tipps Natur und Tradition genießen auf Japan's kleinster Hauptinsel
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Shikoku Reise Tipps: Natur und Tradition genießen auf Japan’s kleinster Hauptinsel

Shikoku ist eine der vier Hauptinseln Japans (Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu). Die Insel liegt zwischen der Seto-Inlandsee und dem Pazifischen Ozean. Sie umfasst vier Präfekturen: Tokushima, Kagawa, Ehime und Kochi. Im folgenden wollen wir Shikoku, die kleinste Hauptinsel Japan’s etwas näher vorstellen.

Shikoku Anreise

Tokushima ist politisch, ökonomisch und kulturell eng mit der Kansai-Region und ihren großen Städten Osaka und Kyoto auf Honshu verbunden. In den letzten Jahren wurden drei Brücken über die Seto-Inlandsee gebaut, dank derer es Landverbindungen zwischen Honshu und Shikoku gibt.

Eine der Brücken ist Teil der Kobe-Awaji-Naruto-Autobahn (Akashi-Kaikyo-Brücke) und führt von Kobe über die Insel Awaji nach Naruto in Tokushima.

Eine weitere Verbindung geht über die Seto-Chuo-Autobahn (über die sechs Seto-Ohashi-Brücken, hier gibt es auch eine Eisenbahnlinie) von Hayashima in der Präfektur Okayama nach Sakaide in Kagawa.

Eine dritte Route führt über die Nishi-Seto-Autobahn (mit den drei Kurushima-Kaikyo-Brücken, die auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß überquert werden können) von Onomichi in der Präfektur Hiroshima nach Imabari in Ehime.

Mit dem Bau dieser drei Routen wurde das Reisen zwischen Honshu und Shikoku auf der Autobahn oder mit der Eisenbahn (Seto-Ohashi-Brücke) so bequem wie nie zuvor.

Die dem Pazifik zugewandte Seite der Insel hat überdurchschnittlich viel Regen. Insgesamt jedoch ist das Klima der gesamten Insel relativ warm, wodurch man ganzjährig einen Urlaub auf Shikoku genießen kann.

Shikoku Sehenswürdigkeiten

Es gibt eine ganz Reihe von Gegenden mit unberührter Natur, landschaftlich und historisch interessante Orte und traditionelle Feste.

  • Naoshima mit seiner Mischung aus Natur und moderner Kunst;
  • der Berg Ishizuchi, einer der höchsten Gipfel Westjapans und beliebtes Ziel für Bergwanderer;
  • die Gezeitenstrudel von Naruto, die größten der Welt;
  • die Chiiori genannten traditionellen Strohdachhäuser im Iya-Tal, das zu den drei entlegensten Gebieten Japans zählt und zum Ende des 12. Jahrhunderts den geschlagenen Kriegern des Heike-Clans Zuflucht bot;
  • der Shimanto-Fluss, der als der klarste Fluss Japans gilt und heute vielen Menschen Erholung bietet;
  • der Kompira-Schrein, Wohnstätte des Gottes des Meeres;
  • das Thermalbad von Dogo, das mit mehreren Tausend Jahren Geschichte das älteste Thermalbad Japans ist;
  • das Sommerfest Awa Odori, das jährlich 1,3 Millionen Besucher anzieht,
  • das Yosakoi-Fest im Sommer in der Präfektur Kochi mit etwa 1 Million Besuchern;
  • der Sonntagsmarkt von Kochi, einer der größten Freiluftmärkte Japans

Und dies sind nur einige der Attraktionen, die Shikoku zu bieten hat.

Shikoku’s lokale Köstlichkeiten

Es gibt eine Fülle lokaltypischer Gerichte, die aus dem reichhaltigen Angebot an Produkten vom Feld und aus dem Meer zubereitet werden.

Sanuki Udon

Viele Japaner lieben „Udon“-Nudeln, und eine der beliebtesten Sorten ist „Sanuki-udon“ aus der Präfektur Kagawa. Sie wurde nach „Sanuki“, dem früheren Namen der Kagawa-Präfektur, benannt und ist wegen ihrer festen Konsistenz und der Vielfalt der Möglichkeiten, sie zu genießen, beliebt. In vielen Restaurants können Sie die Beläge wählen, die Sie mögen, einschließlich Tempura, das Sie auf die Hauptnudeln legen können, und der Preis ist ebenfalls angemessen.

Tai Meshi

Tai-meshi ist ein lokales Gericht, das einzigartig in Uwajima ist. Frische Scheiben Seebrasse (Tai) werden mit einer Soße aus Sojasauce, Mirin (Kochwein), rohen Eiern, Sesam und Brühe vermischt und als Belag auf Reis (Meshi) serviert. Die Ursprünge des Tai-Meshi gehen auf die Zeit zurück, als die Seekrieger auf dem Uwa-Meer nach einem Trinkgelage an Bord eines Schiffes, bei dem sie kein Feuer benutzen konnten, Reis in eine Schüssel legten, die sie zum Trinken ihrer Sake benutzten, und diese mit Scheiben roher, in Sojasauce getränkter Meerbrasse überzogen.

Tokushima Ramen

Tokushima Ramen ist an seinen Farben zu erkennen: Die Suppe ist entweder braun, gelb oder weiß. Die Nudeln in der Brühe sind mäßig dünn und weich. Die braune Suppe (manchmal auch schwarze Suppe genannt) verwendet Tonkotsu (Schweineknochenbrühe) mit dunkler Sojasauce oder Tamari-Sojasauce. Die Einlagen bestehen aus Chashu (Schweinefleisch in Scheiben geschnitten), grünen Zwiebeln, Bohnensprossen und einem rohen Ei. Diese Ramensuppe hat einen scharfen und süßen Geschmack. Es ist auch diejenige, die 1999 im Ramen-Museum gezeigt wurde. Seitdem ist die braune Suppe zum Synonym für Tokushima Ramen geworden.

Die gelbe Suppe der Tokushima Ramen wird mit Hühner- oder Gemüsebrühe und einer hellen Sojasauce zubereitet, die mit Schweinefleischscheiben, grünen Zwiebeln, Bohnensprossen und verschiedenen anderen Zutaten garniert ist.

Die weiße Suppe verwendet die Schweineknochenbrühe mit einer hellen oder weißen Sojasauce. Die Garnierung bleibt weitgehend gleich.

Alle drei Suppenarten sind salziger und süßer als die anderen Ramen-Nudeln, die man in Japan findet. Jedes Ramen-Nudel-Restaurant hat sein eigenes spezielles Rezept in Tokushima. Sie verkaufen auch oft Ramen-Kits (Trocken-Nudel- und Suppenbasis-Sets), die Sie zu Hause genießen können!

Interessanterweise betrachten die Menschen in Tokuyama Ramen als etwas, das man mit Reis essen kann! Alle Ramen-Restaurants bieten weißen Reis als Beilage an, einige von ihnen geben Ihnen sogar eine Schüssel Reis auf Kosten des Hauses. Das sind eine Menge Kohlenhydrate! Einige Leute ziehen es vor, den Reis auszulassen und dafür mehr Gemüse Toppings zu ihren Ramen zu ordern.

Katsuo no tataki

Wenn Sie Kochi besuchen, müssen Sie unbedingt die lokale Spezialität, gebratenen Bonito, oder „katsuo no tataki“ ausprobieren. Dabei handelt es sich um ein Sashimi aus Bonito welches nur an der Oberfläche gegrillt wird. Dazu werden verschiedene Beilagen, wie etwa grüne Zwiebeln, roher Knoblauch oder Ingwer gereicht.

Die Präfektur Kochi rühmt sich mit dem größten Bonito-Konsum in Japan. Auch der Bonito-Fang gedeiht hier. Die traditionelle Fangmethode des Ipponzuri (Fang mit der Angelrute), die fast 400 Jahre lang bestand, wird hier bis heute praktiziert. Das ist eine Methode, bei der die Fischer einen Schwarm Bonitos anlocken und dann mit der Angelrute einen nach dem anderen auf geschickte Weise fangen.

Jede Region hat ihre eigenen originalen Gerichte, und es macht Spaß, die verschiedenen Zubereitungsarten zu erkunden.

Der Shikoku-Pilgerweg

Ein für Besucher Shikokus wärmstens zu empfehlendes Erlebnis ist die Pilgerroute der 88 Tempel von Shikoku. Die Pilgerroute führt zu Orten, an denen Kobo Daishi (774 – 835), einer der wichtigsten Vertreter des japanischen Buddhismus, studiert und gelehrt hat. Die religiöse Reise soll den Pilgern Segen und religiösen Verdienst bringen. Gleichzeitig ist sie auch eine hervorragende Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten von Shikoku kennenzulernen.

Will man alle 88 Tempel besuchen, wird die Reise etwa 1450 km lang und führt über die gesamte Insel. In früheren Zeiten brauchten die Pilger etwa 40 – 50 Tage, um alle 88 Tempel der Pilgerroute zu besuchen. Heute kommen viele Besucher zu Tagesausflügen, auf denen sie nur einige Tempel besuchen und die Strecke per Bus oder Taxi zurücklegen, um so effektiv wie möglich zu reisen. Jeder Pilger kann die für ihn am besten geeignete Reisemethode wählen.

In jedem Fall ist die Pilgerroute der 88 Tempel von Shikoku eine wunderbare Möglichkeit, die atemberaubende und unberührte Natur von Shikoku zu erleben, mit geschichtsträchtige Gebäude zu besuchen, Wege und Feste zu erkunden, an den Reichtümern des Landes teilzuhaben, die lokalen Leckereien zu probieren, kurz gefasst: Shikoku in all seinen Facetten kennenzulernen.

Ganz sicher wird Ihnen solch eine Reise Erfüllung und Freude bringen und Sie werden sich danach entspannt und innerlich erneuert fühlen. Kommen Sie und erleben Sie die Wunder von Shikoku, die die Bewohner der Insel seit Tausenden von Jahren geschätzt und gehütet haben.

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